Anne Frank Gesamtschule Rheinkamp

 

Wurzelfüßler

 

 

Charakteristische Süßwasservertreter dieser Gruppe sind die Wechseltierchen oder Amöben . Sie sind farblose Protoplasmatröpfchen ohne feste Zellwand und besitzen ein körniges, dünnflüssiges Plasma. 

Sie führen Kriechbewegungen (Film) aus, wobei lappenförmige oder verzweigte Zellausstülpungen entstehen, in die das ganze Zellplasma hineinströmen kann, die aber nach Rückfließen des Plasmas in die Zelle wieder eingezogen werden können. Diese vorübergehenden Plasmaausstülpungen bezeichnet man als Scheinfüßchen, die dadurch mit dauernder Gestaltveränderung verbundene Bewegung amöboide Bewegung.

Als Nahrung dienen den Amöben kleinste Mikroorganismen (Bakterien, Algen) oder verwesende Tier- und Pflanzenreste. Die Nahrungsteilchen werden von den Scheinfüßchen umflossen und im Plasma in Nahrungsvakuolen eingeschlossen. 

Süßwasseramöben besitzen eine pulsierende Vakuole zur Ausscheidung von Wasser und Stoffwechselabbauprodukten.

Die Amöben (siehe Bild) vermehren sich ungeschlechtlich durch Zellteilung, manche Wurzelfüßer auch durch flagellatenähnliche Fortpflanzungsstadien. Unter ungünstigen Lebensbedingungen entstehen Zysten. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung verschmelzen zwei Zellen entweder im amöboiden Zustand oder in Form begeißelter Gameten. 

Manche Amöben leben im Darm höherer Tiere oder des Menschen als harmlose, Bakterien fressende Mitbewohner oder als krankheitserregende Parasiten. In tropischen und subtropischen Gebieten ruft eine Amöbe die „Weiße Ruhr“ hervor.

Geschrieben von Rishi.